Apr 14 2009
Glenn Goulds Geist
Was würde man dafür geben, könnte man Goulds 55er-Einspielung der Goldberg-Variationen live erleben. Das scheint dem Software-Entrepreneur John Walker fast gelungen zu sein. Natürlich hat er nicht Glenn Gould á la Frankenstein zum Leben erweckt. Davon sind wir noch weit entfernt – glücklicherweise. Aber er hat die 55er-Einspielung mit einer Software in höchster Qualität aufgenommen und jede Tasten- und Pedalbetätigung hinsichtlich Anschlagsdynamik auf’s genaueste analysiert. Die Anschlagsdaten hat er dann auf einem Yamaha-Flügel abgespielt. Das Resultat ist, dass man den Eindruck hat, auf dem Flügel spielt Goulds Geist. Die Tasten und Pedale bewegen sich ganz allein, niemand sitzt auf der Klavierbank.