<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Die Goldberg-Variationen &#187; Literatur</title>
	<atom:link href="http://www.goldberg-variationen.de/category/literatur/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.goldberg-variationen.de</link>
	<description>Ein Blog über eine monumentale Komposition</description>
	<lastBuildDate>Sun, 29 Nov 2009 12:34:31 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" />
		<item>
		<title>Romanze mit einem Dreibeiner</title>
		<link>http://www.goldberg-variationen.de/literatur/steinway-cd-318/</link>
		<comments>http://www.goldberg-variationen.de/literatur/steinway-cd-318/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 May 2009 15:41:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Glenn Gould]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.goldberg-variationen.de/?p=1268</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Romanze mit einem Dreibeiner&#8221; &#8211; bezeichnender h&#228;tte Katie Hafner, eine Korrespondentin der New York Times, ihr k&#252;rzlich erschienenes Buch &#252;ber Glenn Gould&#8217;s Beziehung zu seinem Fl&#252;gel, dem legend&#228;ren CD 318 von Steinway, nicht nennen k&#246;nnen. Diese Buch ist keine typische Biografie &#252;ber Glenn Gould, und das ist auch gut so. Ein weiteres Werk dieses Literatur-Genres [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8220;Romanze mit einem Dreibeiner&#8221; &#8211; bezeichnender h&#228;tte Katie Hafner, eine Korrespondentin der New York Times, ihr k&#252;rzlich erschienenes Buch &#252;ber Glenn Gould&#8217;s Beziehung zu seinem Fl&#252;gel, dem legend&#228;ren CD 318 von Steinway, nicht nennen k&#246;nnen. Diese Buch ist keine typische Biografie &#252;ber Glenn Gould, und das ist auch gut so. Ein weiteres Werk dieses Literatur-Genres &#252;ber Glenn Gould w&#228;re nach den Klassikern von Kevin Bazzana und Michael Stegemann &#252;berfl&#252;ssiges, ja gar hoffnungslos. Katie Hafner tat also gut daran, eine Buch &#252;ber Gould aus einer v&#246;llig anderen Perspektive zu schreiben. Es geht um Steinway-Fl&#252;gel, Klavierstimmer und Goulds Obsessionen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1268"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Gould bevorzugte stets einen cembalesk klingenden Fl&#252;gel mit einer sehr leichtg&#228;ngigen Mechanik. Zuhause spielte er seinen geliebten Chickering-Fl&#252;gel, der jedoch f&#252;r das Konzertieren zu klein war. Lange hat er nach einem Steinway-Fl&#252;gel gesucht, der sich &#228;hnlich leicht wie sein Chickering spielen l&#228;&#223;t, doch es hat lange gedauert, bis er diesen endlich und eher zuf&#228;llig gefunden hatte. Nach dem er in der Steinway-Niederlassung so ziemlich alle Konzertfl&#252;gel der Steinway CD-Modellreihe ausprobiert hatte, glaubte er selbst nicht mehr daran, f&#252;ndig zu werden. Als die Konzertabteilung des renommierten Kaufhauses Eaton&#8217;s in Toronto Gould bat, den alten Steinway-Fl&#252;gel im Eaton Auditorium auszuprobieren, war das Wunder geschehen &#8211; der CD 318, so die Steinway-Seriennummer des besagten Fl&#252;gels, war genau das Instrument seiner Tr&#228;ume. Zusammen mit seinem &#8220;pers&#246;nlichen&#8221; Steinway-Stimmer Verne Edquist machten sie sich daran, den CD 318 immer weiter zu verfeinern, bis er Goulds taktilen Anspr&#252;chen gen&#252;gte. W&#228;hrend der 60er-Jahre hat Gould die meisten seiner Bach-Aufnahmen damit eingespielt. Die Mechanik war so leichtg&#228;ngig eingestellt, dass einige Tasten T&#246;ne  mit einer Art Echo-Ton produzierten. Das hing nat&#252;rlich mit den verk&#252;rzten Hammer-Wegen zusammen, denn anders w&#228;re die extreme Leichtg&#228;ngkeit der Tastatur nicht zu erreichen gewesen. Doch diese unerw&#252;nschten Ger&#228;usche st&#246;rten Gould nicht weiter. Er zog ein perfekt passendes taktiles Spielgef&#252;hl einer perfekten Tonvorstellung vor. Die Echo-T&#246;ne waren so deutlich zu h&#246;ren, dass man bei der Aufnahme der Bach&#8217;schen Inventionen und Sinfonien im Begleittext des Albums sich daf&#252;r erkl&#228;rend &#228;u&#223;erte.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit dem CD 318 nahm es in Anfang der 70er-Jahre ein j&#228;hes Ende. Bei einem Klaviertransport ist der CD 318 einige Meter in die Tiefe gest&#252;rzt und trug einige nicht mehr reparable Sch&#228;den davon. Glenn Gould versuchte einige Jahre lang noch den Fl&#252;gel zu retten, doch vergebens. Eine verschobene Mechanik und ein gro&#223;er Riss in der Gu&#223;eisen-Platte waren zuviel.</p>
<p style="text-align: justify;">In dem Katie Hafners Buch erf&#228;hrt man nebenbei eine ganze Menge &#252;ber die Firmengeschichte von Steinway &amp; Sons und den Bau von Fl&#252;geln. Quasi als Ironie des Schicksals muss man feststellen, dass seine ber&#252;hmtesten Bach-Aufnahmen, die Goldberg-Variatonen, nicht mit dem CD 318 eingespielt wurden. Die Goldberg-Variationen der Aufnahme aus dem Jahr 1955 wurden mit einem anderen Steinway aufgenommen, da Gould bis dahin dem CD 318 noch nicht begegnet war. Die Goldberg-Variationen aus dem Jahr 1981 konnten nicht mit dem CD 318 eingespielt werden, da dieser zerst&#246;rt war. Letztere Einspielung war noch nicht einmal mit einem Steinway vorgenommen worden, sondern mit einem Yamaha-Fl&#252;gel &#8211; sehr zum &#196;rger der Firma Steinway, die das als offiziellen Akt der Trennung mit Gould auffassten.</p>
<p style="text-align: justify;">Katie Hafner ist mit diesem Buch ein spannendes, lehrreiches und unterhaltsames Buch gelungen. Absolut empfehlenswert f&#252;r alle, die Glenn Gould lieben. Weitere Informationen findet man auf ihrem <a class="previewlink" href="http://katiehafner.com/2008/11/das-buch-mit-eigenschaften-ohne-titel/" target="_blank">Blog</a> zu diesem Buch.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.goldberg-variationen.de/literatur/steinway-cd-318/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Goldberg: Variations</title>
		<link>http://www.goldberg-variationen.de/literatur/goldberg-variations/</link>
		<comments>http://www.goldberg-variationen.de/literatur/goldberg-variations/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 May 2009 20:11:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.goldberg-variationen.de/?p=1253</guid>
		<description><![CDATA[Gabriel Josipovicis Novelle &#8220;Goldberg: Variations&#8221; hat mich nat&#252;rlich wegen des Titels und der vielen positiven Kritiken interessiert. Leider musste ich mich bis zum Schlu&#223; durch dieses Buch qu&#228;len, denn es ist sehr verworren und die Hoffnung, es h&#228;tte etwas mit den  Goldberg-Variationen nur zu tun, bleibt unerf&#252;llt. Das Gute: die Hoffnung wird einem schon gleich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gabriel Josipovicis Novelle &#8220;Goldberg: Variations&#8221; hat mich nat&#252;rlich wegen des Titels und der vielen positiven Kritiken interessiert. Leider musste ich mich bis zum Schlu&#223; durch dieses Buch qu&#228;len, denn es ist sehr verworren und die Hoffnung, es h&#228;tte etwas mit den  Goldberg-Variationen nur zu tun, bleibt unerf&#252;llt. Das Gute: die Hoffnung wird einem schon gleich zu Anfang genommen.</p>
<p><span id="more-1253"></span></p>
<p>Die Novelle spielt zun&#228;chst im 18. Jahrhundert und beginnt damit, dass ein gewisser Samuel Goldberg, seines Zeichens Auftragsautor von Beruf, zu dem an Schlaflosigkeit leidenden Aristokraten und Philosophen Tobias Westfield gerufen wird. Goldberg soll Abhilfe schaffen, indem er f&#252;r Mr. Westfield neue Geschichten erfindet und diese des Nachts vorliest, bis der schlaflose Aristokrat eingeschlafen ist. Da Westfield schon alles kennt, was je geschrieben wurde, kann nur etwas absolut Neuartiges ihn wieder &#8220;zum Leben&#8221; erwecken. Das erinnert nat&#252;rlich an die &#252;berlieferte Legende der Bachschen Goldberg-Variationen, wie die selbigen zu ihrem Namen kamen. Wie soll Goldberg es nun bewerkstelligen, tags&#252;ber etwas Neues zu schreiben und abends vorzulesen? Dieses erste Kapitel ist als Brief von Samuel Goldberg an seine Ehefrau verfasst, und genau das ist es, was er Westfield vorliest.</p>
<p>Die weiteren Kapitel erscheinen wie eine lose Sammlung von Geschichten, die zumeist nur dadurch zusammengehalten werden, dass sie von Personen handeln, die mit Goldberg oder Westfield verwandt sind.  Im 14.  Kapitel folgt dann eine Geschichte, die pl&#246;tzlich Anfang des 20. Jahrhundert handelt, und zwar von einem Buchautor, der sich mit seiner Ehefrau auf einer Reise zu einer Ausstellung von Paul Klee befindet. Dieser Autor ist gerade dabei ein Buch zu beenden und es bereitet ihm Kopfzerbrechen. Am Ende dieses fremdartig erscheinenden Kapitel wird er Autor von seiner Frau verlassen. Es folgen wieder Kapitel &#252;ber Goldberg, Westfield und ander Personen aus dem 18. Jahrhundert, bis pl&#246;tzlich wieder eine Kapitel von dem modernen Buchautor folgt. Nach und nach wird klar, dass die Kapitel &#252;ber Goldberg und Westfield nur Kapitel aus dem noch zu vollendende Buch des Autors aus dem 20. Jahrhundert sind. Ein Buch &#252;ber ein Buch &#252;ber ein Buch.</p>
<p>Gabriel Josipovici hat hier ein sehr vertraktes Gebilde produziert, das sehr intelligent erdacht ist. Ein Novelle, die Teile eines Buches enth&#228;lt, das selbst Teil eines Buches ist. F&#252;r meinen Geschmack etwas  zu intelligent.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=diegoldbevari-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=0060897236&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.goldberg-variationen.de/literatur/goldberg-variations/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
