Mrz 25 2009
Bachs Handexemplar
Der deutsche Organist und Musikforscher Johann Nikolaus Forkel schrieb in der von ihm verfassten Bach-Biographie, dass in den gestochenen Kopien der Variationen einige wichtige Errata enthalten sind, welche Bach sorgfältig in seiner eigenen Kopie, oft mit roter Tinte, korrigiert hat. Vielleicht beabsichtigte Bach die Herausgabe einer zweiten Ausgabe, die aber wohl nie realisiert wurde.
Im Jahr 1975 wurde in Straßburg das persönliche Handexemplar von Johann Sebastian Bach der Goldberg-Variationen entdeckt. Es enthält eine Reihe sorgsam eingetragener zusätzlicher Tempovorschriften, Verzierungen, Artikulationszeichen und Vorzeichen. So findet man bei der Variation 7 die Tempo-Indikation “al tempo di Giga” und bei Variation 25 die Tempo-Indikation “adagio”.
Überraschenderweise finden sich auf der Rückseite des Handexemplars auch vierzehn „Verschiedene Canones über die ersten acht Fundamental=Noten vorheriger Arie. von J. S. Bach“ (BWV 1087) in Reinschrift.
Dank des Internet ist diese Handexemplar für alle online zugänglich, und zwar hier bei der Gallica Digital Library.
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