Mrz 15 2009
Glenn Gould spricht mit Tim Page über die Goldberg-Variationen
Eine besonders wertvolle Quelle für alle Fans von Glenn Gould und seinen Goldberg-Variationen ist die Aufnahme eines Gesprächs zwischen Glenn Gould und Tim Page aus dem Jahre 1982, das Jahr in dem Glenn Gould leider auch starb. Tim Page, ein amerikanischer Musikkritiker und Professor, hat diese Aufnahme als Teil der dreiteiligen CD-Box “A State of Wonder” veröffentlicht.
In dem ca. 50-minütigen Gespräch geht es um die Hintergründe der zweiten Aufnahme Glenn Goulds der Goldberg-Variationen von 1981. Glenn Gould beschreibt darin, dass ihm in der legendären Erstaufnahme eine Art große Klammer in Form eines durchgängigen Impulses über die 32 Stücke gefehlt hat. Obwohl er die 55er-Aufnahme zwar noch mochte, konnte Glenn Gould sich später nicht mehr damit identifizieren. Wenn man beide Aufnahme der Goldberg-Variationen miteinander vergleicht, fällt einem sofort das erheblich höhere Tempo in der ersteren auf. In den Goldberg-Variationen von 1981 ist es Glenn Gould gelungen, den Variationen einen scheinbar durchgängig fliessenden Impuls zu verleihen. Im Gespräch mit Tim Page erläutert er anhand von Beispielen, wie er das gemacht hat.
Es ist immer wieder ein Genuss, Glenn Gould bei seinen Ausführungen über Musik zu lauschen.
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